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Treffen Sie Dr. Meister persönlich:

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Ein Jahr Bundesfreiwilligendienst

Berlin, 06.07.12 – Als der Deutsche Bundestag im März 2011 beschloss, die Wehrpflicht auszusetzen, entfielen auch die Grundlagen für den Zivildienst. „Doch der Zivildienst war nicht nur Wehrersatzdienst, sondern immer auch ein Dienst an den Menschen – ein Nebeneffekt, der von der ganzen Gesellschaft hoch geschätzt wurde“, so der Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister (CDU).

Daher war allen Beteiligten klar, dass die Aussetzung des Zivildienstes eine Lücke reißen würde. Der Gesetzgeber musste diese Lücke sinnvoll schließen – und das ist ihm mit dem neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD) auch gelungen. Seit dem 1. Juli 2011 ruht das zivilgesellschaftliche Engagement daher auf zwei Säulen: den bewährten Jugendfreiwilligendiensten der Länder (Freiwilliges Soziales Jahr – FSJ sowie Freiwilliges Ökologisches Jahr – FÖJ) und dem BFD. Letzterer steht – anders als der Zivildienst und die Jugendfreiwilligendienste – nicht nur jungen Menschen, sondern Männern und Frauen aller Generationen offen. Dadurch leistet er einen wichtigen Beitrag zum besseren Zusammenhalt der Gesellschaft.

Den großen Erfolg des BFD hat niemand vorausgesehen. „Hoffte man anfangs lediglich, dass der neue Dienst die Aussetzung des Zivildienstes zumindest teilweise kompensieren könne, überraschte die übergroße Nachfrage alle Beteiligten“, so Meister. Seit dem Start haben sich 42.241 Menschen in diesem Dienst engagiert – aktuell sind weit über 30.000 Freiwillige registriert. Und es sind nicht nur junge Menschen, die sich engagieren: Knapp 14.000 aller bisher erfassten BFDler, das sind mehr als 30 Prozent, sind älter als 27 Jahre, über fünf Prozent Prozent älter als 60 Jahre.

Auch denjenigen Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen, wurden und werden über den BFD neue Perspektiven eröffnet. Auch die Anrechnung wird neu geregelt: Denen, die an einem Freiwilligendienst teilnehmen und ergänzend Arbeitslosengeld II beziehen, bleibt von ihrem Taschengeld ein pauschalierter Betrag in Höhe von 175 Euro monatlich (vorher 60 Euro monatlich) anrechnungsfrei, ohne dass sie dafür Ausgaben (Versicherungen oder Werbungskosten) nachweisen müssen. So bietet der Dienst Langzeitarbeitslosen die Möglichkeit, über ihr soziales Engagement eine Brücke in eine neue Beschäftigung zu finden. Die Bereitschaft dieser Menschen, einen Freiwilligendienst zu leisten, verdient besondere Wertschätzung.

Der große Erfolg des BFD hat auch eine Kehrseite: Im Bundeshaushalt sind Gelder für die Finanzierung von jährlich 35.000 Plätzen eingestellt. Diese Höchstzahl ist bald erreicht. Doch obwohl aufgrund der Schuldenbremse eine Aufstockung der Mittel nicht möglich ist, ist nicht damit zu rechnen, dass Freiwillige gar keinen Einsatzplatz finden: Da die Formate BFD, FSJ und FÖJ so ausgestaltet sind, dass für jugendliche Freiwillige kaum Unterschiede zwischen den Diensten bestehen, bieten viele Träger Jugendlichen, die keinen Platz im BFD finden, einen FSJ-Vertrag an. Für die Zahl der FSJ-Verträge gibt es keine vom Bund gesetzte Obergrenze.

„Ein Jahr nach der Aussetzung der Wehrpflicht sind wir in Deutschland mit insgesamt über 85.000 Engagierten in den gesetzlich geregelten Freiwilligendiensten einer Kultur selbstverständlicher Freiwilligkeit näher als je zuvor“, so Meister abschließend.