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DR. MICHAEL MEISTER:
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Begleiten statt Beenden

Dr. Michael Meister zur Diskussion um die Sterbehilfe
 
Berlin/Bergstraße - Anfragen und Anträge gibt es dutzendfach, Kritik ist tägliches Brot, Lob eher selten: Wenn der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister sein Email-Postfach aufmacht oder Briefumschläge aus seinem Wahlkreis öffnet, dann haben deren Inhalte mit der oft beklagten Politikferne jedenfalls nichts zu tun. Und so ist es für den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesfinanzministerium auch kein Wunder, dass besonders eine Debatte aus dem Bundestag in Berlin auch viele Menschen zuhause umtreibt: die zur Sterbehilfe.
 
Als gläubiger Christ steht für Dr. Meister in der Diskussion der erste Artikel des Grundgesetzes im Vordergrund: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Dieser gelte vom Beginn bis zum Ende des Lebens. Die Politik sei verpflichtet, jegliche Aufweichung des Schutzes der Menschenwürde zu verhindern. Gerade in der letzten Phase des menschlichen Lebens, die oft durch Krankheit, Leid und Schwäche gekennzeichnet ist, sind Menschen besonders schutzbedürftig. Für sie muss daher besonderer Schutz gelten. Der CDU-Abgeordnete: "Für uns als Gesetzgeber ist es dabei nicht Aufgabe, Antworten auf die letzten Fragen der menschlichen Existenz zu geben. Wir tragen aber Verantwortung dafür, bestmögliche Voraussetzungen für menschenwürdiges Leben und Sterben zu schaffen."
 
In Deutschland richte sich die eigene Gestaltung auch des letzten Lebensabschnittes nach dem Selbstbestimmungsrecht. Daher wolle er die geltenden Regelungen zur Straflosigkeit von Suizid wie auch der Beihilfe dazu grundsätzlich unberührt lassen. Eine Justierung sei zum Schutz des Lebens von Schwerstkranken und Sterbenden allerdings im Bereich der organisierten Beihilfe zur Selbsttötung erforderlich. "Wir sprechen uns deshalb gegen Sterbehilfevereine und andere organisierte Formen der Förderung der Selbsttötung oder der Beihilfe zum Suizid aus. Wir wollen menschliches Begleiten der Sterbenden statt aktives Beenden des Lebens", so Dr. Meister.
 
Er lehne ebenso organisierte ärztliche Assistenz zum Suizid ab. "Wir dürfen keine Türen öffnen, durch die geschwächte oder verzweifelte Menschen hindurch gehen, oder gar hindurch gedrängt werden könnten. Ein organisiertes Angebot ärztlicher Hilfe beim Suizid könnte Entscheidungen hin zum Suizid sehr befördern." Aus Forschung und Begleitung von Suizidwilligen sei hinreichend bekannt, dass ein Wunsch nach Suizid durch psychologische, medizinische und schlicht menschliche Hilfe abgeändert werden kann. "Die allerwenigsten Menschen halten am Todeswunsch fest, wenn Ängste ernst genommen und konkrete Angebote zur aktiven Unterstützung gemacht werden."
 
Eine Verengung auf zumeist palliativ behandelbare extreme Ausnahmefälle verkennt nach den Worten des Abgeordneten die weit reichende Dimension eines möglichen Paradigmenwechsels. "Statt ärztlich assistierten Suizid zu einer scheinbar ,normalen` Behandlungsoption zu machen, die im Ergebnis eine Öffnungsklausel für Töten auf Verlangen beinhaltet, setzen wir auf ethische Grundsätze ärztlicher Sterbebegleitung, die lindernde Hilfe und nicht das Herbeiführen des Todes zum Ziel hat. Statt den Fokus auf die ärztliche Suizidassistenz zu verkürzen, muss eine menschliche Gesellschaft ihre Ressourcen mobilisieren, um Schutz von menschlicher Würde und Leben in einer Gesellschaft zu stärken, die in Zukunft noch weit mehr Hilfsangebote für Ältere und Schwächere organisieren muss."
 
Jeder Mensch habe das Recht, an einer helfenden Hand statt durch eine Hand zu sterben. Dr. Meister: "Dies ist nicht nur zentraler Grundsatz für Ärzte, es ist auch Ausdruck einer menschlichen Gesellschaft und ihrem Respekt für das Leben."
 
Ein Schwerpunkt der Überlegungen in der Unionsfraktion sei daher die Verbesserung der Palliativ- und Hospizversorgung. "Wir treten für einen massiven und raschen Ausbau der palliativmedizinischen und -pflegerischen Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden ein. Professionelle palliative und psychosoziale Begleitung können Schmerz und Ängste vor dem Sterbeprozess nehmen."
 
Dr. Michael Meister hofft auf Verständnis für seine Haltung. "Auch an der Bergstraße mag es Menschen geben, die dazu eine andere Meinung haben. Das respektiere ich. Aber ich bitte umgekehrt auch um Respekt, wenn ich mich für meine Sicht der Dinge einsetze." Diese Sicht leite sich aus seiner Interpretation des christlichen Menschenbildes ab, zu der er persönlich keine Alternative sehe. 









 

KALENDER

Treffen Sie Dr. Meister persönlich:

26.06.2017 - 30.06.2017
Sitzungswoche Deutscher Bundestag, Berlin
30.06.2017 - 15:00 Uhr
Präsidium CDU Hessen, Wiesbaden
30.06.2017 - 16:00 Uhr
Landesvorstand CDU Hessen, Wiesbaden
30.06.2017 - 18:00 Uhr
Sommerfest CDU, Bürstadt

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